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ORACLE Forms / Reports
Ein international tätiges Unternehmen nutzt die Anwendung Oracle Forms / Reports in dessen verschiedenen in- und ausländischen Standorten. Um eine redundante Datenhaltung und zusätzlichen Aufwand an anderer Stelle zu vermeiden, ist die Darstellung der Oberfläche aller Anwendungsmasken sowie der -reports in mehreren Sprachen notwendig.
Die Anforderungen im Einzelnen:
- Inhouse-Pflege:
Übersetzungen sollen von autorisierten Benutzern selbstständig erstellt und eingepflegt werden. - Bedarfsorientierte Differenzierung:
Übersetzungen von Objekten sollen entsprechend den Wünschen des Nutzers in das System integriert werden können. Wenn zu Objekten keine fremdsprachlichen Inhalte vorliegen, können diesen alternative Übersetzungen aus anderen Sprachen zugeordnet werden. Damit ist es möglich, dass neue Sprachen schrittweise in das produktive System integriert werden. - Sprachwahl:
- Die Benutzer können selbstständig neue Sprache hinzuzufügen (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, ...)
- Die Spracheinstellung ist vom Benutzer frei wählbar.
- Neben westeuropäischen Sprachen sollen auch andere Schriftsysteme, wie z.B. das kyrillische, integriert werden können
- Prozessanforderungen:
- Änderungen der Übersetzung werden sofort wirksam
- Änderungen der Übersetzung sind unabhängig vom laufenden Forms- / Report Modul, so dass das Neugenerieren des Moduls nicht notwendig ist.
Lösung:
InfoSys hat diese Aufgabe durch den Einsatz der hauseigenen Entwicklungsumgebung gelöst. Erweitert um eine speziell entwickelte Analysesoftware werden die einzelnen Sourcefiles der Forms- und Reports-Anwendungen automatisch bearbeitet. Für alle auf der Oberfläche sichtbaren Objekte erzeugt das Programm zusätzliche Einträge in speziell dafür vorgesehene Tabellen in der Datenbank. Um dabei den Aufwand der Datenpflege möglichst gering zu halten, werden schon bestehende Übersetzungen eines Textes automatisch einbezogen. D.h. jeder Begriff muss nur einmal eingetragen werden, Begriffswiederholungen in anderen Zellen werden dann automatisch erkannt.
Dieses Verfahren wird beim Start einer Formsanwendung oder eines Reports angestoßen, so dass die einzelnen Objekte anschließend dynamisch übersetzt werden.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass die einzelnen Formsmodule selbst nicht verändert werden mussten. Im Startmodus des Moduls wurde lediglich ein Aufruf der Routine integriert und in den Reports wurden die Textobjekte durch Felder ersetzt.
Damit die Übersetzungen von autorisierten Personen editiert und gepflegt werden können, wurde eine weitere Formsanwendung realisiert. Diese kann auch kontextbezogen, aus einem geöffneten Modul in der Anwendung heraus, aufgerufen werden. Damit ist es möglich, ausschließlich die Texte des aktuellen Windows zu pflegen. Die damit verbundenen Änderungen sind sofort in den Masken sichtbar.
Derzeit werden mit dieser Anwendung 200.000 übersetze Texte in 800 Formsmodulen und 200 Reportmodulen verwaltet.


